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5 Dinge, die Du bei Deiner Bewerbung beachten musst

Abends beim Surfen im Netz siehst Du die perfekte Stellenanzeige, ein Traumjob wartet. Du erfüllst alle Anforderungen, Deine Motivation kennt keine Grenzen. So setzt Du Dich ohne Umwege an Deinen PC, zauberst direkt eine Bewerbung aus Deinen Fingern und bringst diese schnell per E-Mail auf den Weg. Aber hast Du auch wirklich an alles gedacht? Unsicherheit macht sich breit. Hier kommt ein kleiner Leitfaden für alle, die lieber auf Nummer sicher gehen wollen.

#1 – Aufbau des Lebenslaufs

Dein Lebenslauf sollte mit der aktuellsten Tätigkeit beginnen. Das ist nämlich auch der erste Punkt, der für den Empfänger Deiner Bewerbung von Interesse ist: Was macht Du gerade? Befindest Du Dich in der schulischen oder beruflichen Ausbildung, absolvierst Du ein Studium oder bist Du berufstätig?
Bereits seit einigen Jahren erfolgt der Aufbau des Lebenslaufs nicht mehr chronologisch, sondern antichronologisch – mit dem Aktuellsten beginnend und ab dann rückwärts in die Vergangenheit. Du solltest Deinen Lebenslauf möglichst übersichtlich gestalten, sodass der Leser alles schnell überblicken kann.
Hierfür lohnt es sich, den Lebenslauf zu kategorisieren und in Sinnabschnitte wie „Berufserfahrung“, „Ausbildung“ sowie „Weitere Fähigkeiten und Kenntnisse“ zu unterteilen. Je nachdem, was Du alles bereits gemacht hast, kannst Du selbstverständlich auch noch weitere Sinnabschnitte einfügen, um beispielsweise den Abschnitt „Ausbildung“ feingliedriger in „Studium“, „Berufsausbildung“ und „Schulbildung“ zu unterteilen. Das ist jedoch nicht immer empfehlenswert.
Du solltest in erster Linie darauf achten, dass Du eine klare Struktur einhältst, alle Informationen übersichtlich präsentierst und Deinen Lebenslauf nicht unnötig in die Länge ziehst.
Doch was macht einen Lebenslauf aussagekräftig, wenn dort nur die einzelnen Stationen des bisherigen Werdegangs aufgelistet werden?

#2 – Inhalt des Lebenslaufs

Es kommt auf die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Stationen an. Wenn Du Dich beispielsweise in der finalen Phase Deines Studiums befindest, dann ist es nicht unbedingt ausreichend, nur den Zeitraum Deiner Studienzeit, den Namen der Universität und des Studiengangs sowie den Titel des Abschlusses aufzulisten. Gewählte Schwerpunkte während Deines Studiums geben dem Empfänger Deiner Bewerbung direkt ein besseres Bild von Dir und von den Dingen, für die Du Dich interessierst.
Wenn Du berufstätig bist, dann schreibst Du in kurzen Stichpunkten auf, wie sich Deine Aufgaben zusammensetzen. Nimm Dir ruhig die Stellenanzeige hinzu, um zu sehen, welche Deiner aktuellen Aufgaben auch beim neuen Arbeitgeber auf Dich warten und beginne die Auflistung mit den wichtigsten Aufgaben. Für den neuen Job eher Unwichtiges kommt weiter nach unten. Nicht relevante Aufgaben kannst Du bei Bedarf weglassen, um wertvollen Platz zu sparen.
Ebenfalls entfallen können Hobbys, da diese eher selten einen tatsächlichen Mehrwert für Deine Bewerbung darstellen. Ausnahme sind Lebensläufe von jungen Personen, die außer der Schule noch keinerlei Erfahrung sammeln konnten. Bei einem Vorstellungsgespräch nutzen einige Personaler die Hobbys als Gesprächseinstieg, um das sprichwörtliche Eis zu brechen und Nervosität abzubauen. Allerdings sollten insbesondere (Extrem- oder Kampf-)Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko nicht im Lebenslauf erwähnt werden, da hierdurch gleichzeitig ein erhöhtes Ausfallrisiko signalisiert wird.
Wenn Du mehr über den Aufbau, die Strukturierung, geeignete Inhalte eines Lebenslaufs erfahren und dabei typische Fehler vermeiden möchtest, dann schau mal hier vorbei.

#3 – Aufbau des Bewerbungsschreibens

Damit beim Empfänger Deiner Bewerbung der notwendige Lesefluss entsteht, sollte Dein Bewerbungsschreiben einem logischen Aufbau folgen. Dabei hat sich folgende Reihenfolge bewährt:

  1. Einleitung
  2. Fachlicher Teil
  3. Persönlicher Teil
  4. Schluss

Die Einleitung sollte recht kurz (ca. 4-5 Zeilen) gehalten werden, Deine Bewerbungsabsicht verdeutlichen und das Interesse des Lesers wecken. Hier ist definitiv kein Platz für Standardformulierungen und abgenutzte Floskeln (auf welche Du allerdings auch im weiteren Verlauf des Anschreibens verzichten solltest).
Im fachlichen Teil konzentrierst Du Dich auf Deine bisherige Erfahrung und schilderst, wie Du diese für die infrage kommende Stelle nutzen wirst.
Der persönliche Teil sollte Deine sozialen Kompetenzen und Soft Skills widerspiegeln, die für die neue Position wichtig sind.
Zum Schluss nennst Du Dein frühestmögliches Eintrittsdatum, eine Gehaltsvorstellung (wenn in der Ausschreibung danach gefragt wird) und bedankst Dich abschließend für die Berücksichtigung Deiner Bewerbung.
Mehr Details zum Inhalt folgen im nächsten Absatz.

 

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#4 – Inhalt des Bewerbungsschreibens

Dass der erste Satz des Anschreibens überzeugen muss, wirst Du vielleicht schon mal gehört haben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dort eine Floskel wie „hiermit bewerbe ich mich“ stehen muss. Dass es sich um eine Bewerbung handelt, wird (bei einer Online-Bewerbung) bereits durch den Dateinamen deutlich, spätestens jedoch durch die Betreffzeile des Anschreibens „Bewerbung als …“. Ebenso bedeutet es nicht, dass Du versuchen solltest, möglichst viele Informationen in einen Satz zu bekommen, welcher dann die komplette Einleitung Deines Bewerbungsschreibens einnimmt. Vielmehr musst Du den Leser durch Deine Einleitung zum Weiterlesen ermuntern.

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Somit solltest Du kurz Deine Ausgangsposition nennen und schildern, warum Du aus Deiner Sicht für die Stelle geeignet bist und wieso Du Dich gerade bei dem jeweiligen Arbeitgeber bewirbst. Das Stichwort lautet Individualität. Heutzutage bringt es keinen Erfolg, wenn eine Bewerbung inhaltlich allgemein gehalten ist und dann lediglich die Empfängeradresse und der jeweilige Ansprechpartner ausgetauscht werden.
Vermeide es unbedingt, Deinen Lebenslauf im Bewerbungsschreiben auszuformulieren. Steige mit Deiner aktuellen Tätigkeit ein und konzentriere Dich auf jene Aspekte, die für die neue Stelle wirklich relevant sind. Gleiches gilt für den persönlichen Teil, in dem Du Deine Soft Skills idealerweise mit Beispielen aus Deinem bisherigen Werdegang belegst. So steigerst Du Deine Glaubwürdigkeit um ein Vielfaches.
Weiterführende Tipps zum Aufbau und Inhalt Deines Bewerbungsschreibens sowie typischen Fehler und K.O.-Kriterien findest Du hier.

#5 – Formalitäten (Bewerbungsweg, Eintrittsdatum und Gehaltsvorstellung)

Es ist ungemein wichtig, dass Du Dir die Stellenanzeige sehr genau anschaust und gegebenenfalls zusätzlich die Internetseite des Arbeitgebers besuchst, um Dich weiter zu informieren. Hier findest Du zum einen passende Informationen, die Du in Deiner Bewerbung aufgreifen kannst. Zum anderen kannst Du Dich auf der Internetseite des Arbeitgebers über den Bewerbungsprozess informieren.
Du solltest unbedingt berücksichtigen, wie der Arbeitgeber die Bewerbungen erhalten möchte: Auf dem Postweg (ja, gibt es tatsächlich noch), per E-Mail oder über ein internes Bewerber-Tool (online auf der Website) – vieles ist möglich. Wenn Du Deine Bewerbung in digitaler Form versendest, dann solltest Du alle Bestandteile Deiner Bewerbung inklusive sämtlicher Anhänge in das PDF-Format umwandeln. Die meisten Arbeitgeber wünschen sich zudem eine einzelne PDF-Datei, in der alles wiederzufinden ist. Nicht selten gibt es hierbei noch eine maximale Dateigröße, die Du nicht überschreiten darfst. Da die Anforderungen jedoch von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich sind, solltest Du diese bei jeder Bewerbung vor dem Versand neu überprüfen.
In den meisten Stellenanzeigen wirst Du ebenfalls nach Deinem frühestmöglichen Eintrittsdatum und nach Deiner Gehaltsvorstellung gefragt. Der erste Punkt bereitet den wenigsten Bewerbern Kopfzerbrechen. Als Berufstätiger nennst Du hier entweder Deine aktuelle Kündigungsfrist oder, sofern möglich, teilst Du Deinem potenziellen neuen Arbeitgeber ein konkretes Datum mit, an dem Du anfangen könntest.
Die Gehaltsvorstellung hingegen ist für viele Bewerber ein kritisches Thema. Schließlich möchte man sich nicht durch eine zu hohe Gehaltsvorstellung den weiteren Weg verbauen, sich gleichzeitig aber auch nicht unter Wert verkaufen.
Wichtig ist es, den Hintergrund zu verstehen: Ein Arbeitgeber möchte erfahren, ob Du Deine Arbeitsleistung gemäß Deiner Qualifikationen und Erfahrungen realistisch einschätzen kannst. Gleichzeitig existiert für ziemlich jede zu besetzende Stelle in einem Unternehmen ein gewisses Budget. Unternehmen kaufen regelmäßig Dienstleistungen ein und lassen sich dazu im Vorfeld Kostenvoranschläge und Angebote zukommen. Deine Bewerbung ist hier keine große Ausnahme. Deine Arbeitsleistung ist die Dienstleistung für den Arbeitgeber und mit Deiner Bewerbung bietest Du einem Unternehmen Deine Arbeitsleistung an – Du machst Werbung für Deine Person.
Das Gehalt obliegt so gut wie immer einer Verhandlungsbasis (Ausnahme sind tarifliche Vergütungen oder auch Stellen mit fixer Gehaltsstruktur, wie beispielsweise bei vielen Traineestellen).
Worauf Du verzichten solltest, ist die Angabe eines Gehaltsbereichs von X bis Y Euro. Damit schwächst Du Deine Ausgangsposition bei einer eventuellen Gehaltsverhandlung. Nenne also besser einen konkreten Wert. Wenn Du Deine Verhandlungsbereitschaft zusätzlich verdeutlichen möchtest, kannst Du schreiben, dass sich Deine Gehaltsvorstellung „im Bereich von X Euro bewegt“.
Solltest Du in Bezug auf die Gehaltsvorstellung unsicher sein, so kannst Du im Internet auf einen Gehaltsvergleich zurückgreifen und nach der entsprechenden Position und Branche in dem jeweiligen Bundesland suchen, in dem der neue Arbeitgeber angesiedelt ist. Wenn sich Deine Gehaltsvorstellung an den üblichen Gehältern für eine Position in dieser Region und Branche orientiert, wirst Du kaum Probleme haben.

Über den Autor

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Ein Gastbeitrag von Ben Dehn, der für „Die Bewerbungsschreiber“ arbeitet. Die Bewerbungsschreiber sind seit mehreren Jahren darauf spezialisiert, ebenso individuelle wie professionelle Bewerbungsunterlagen anzufertigen und bieten darüber hinaus noch viele zusätzliche Leistungen und Services rund um die Themen Bewerbung und Karriere.

 

 

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Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

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