E-Book: Schritt für Schritt die Ausbildungs- und Studienwahl meistern


Die ALPEN-Methode: Das richtige Zeitmanagement

In diesem Artikel stelle ich Dir die sogenannte ALPEN-Methode vor. Bei der ALPEN-Methode handelt es sich nicht um die Alpen, das Gebirge in Süddeutschland, sondern eine Zeitmanagement-Methode zur Strukturierung und effizienteren Gestaltung des Arbeitsalltags. Im Folgenden werde ich Dir erklären, wie die ALPEN-Methode funktioniert und wieso sie Dir auch bei Deiner Berufswahl und im Studium nützlich sein kann.

Stell Dir das folgende Szenario vor: Du hast Dich in den letzten Wochen und Monaten sehr intensiv mit Deiner Berufswahl beschäftigt. Endlich hast Du nun Deinen Traumjob sowie die passende Strategie gefunden, wie Du diesen auch erreichen kannst. Mit der passenden Strategie ist der Bildungsweg gemeint, Du hast beispielsweise einen dualen Studiengang im Auge. Jetzt musst Du nur noch ins Handeln kommen, um Deine Ziele zu erreichen. Du musst Dich bei der Hochschule und einem Partnerunternehmen bewerben, Deine Bewerbungsunterlagen erstellen, ein Anschreiben formulieren und gegebenenfalls neue Bewerbungsfotos schießen lassen. Um Dein weiteres Vorgehen zu strukturieren, kannst Du auch auf die ALPEN-Methode zurückgreifen.

Die Alpen-Methode ist ein Akronym. D.h. hinter jedem Buchstaben versteckt sich ein bestimmtes Wort:

  • A = Aufgaben, Termine & geplante Aktivitäten terminieren
  • L = Länge abschätzen
  • P = Pufferzeiten einplanen
  • E = Entscheidung treffen über Prioritäten
  • N = Nachkontrolle

1. Aufgaben, Termine & geplante Aktivitäten terminieren

Egal ob Du gerade Deinen Arbeitsalltag oder Dein weiteres Vorgehen bei der Berufswahl strukturierst, im ersten Schritt solltest Du Dir eine einfache To-Do-Liste erstellen. Liste alle Aufgaben auf, die im Laufe der nächsten Zeit anfallen. Am besten nimmst Du Dir einfach ein Blatt Papier zur Hand oder nutzt eine Word-Datei.

2. Länge abschätzen

In einem nächsten Schritt solltest Du die Bearbeitungsdauer der jeweiligen Aufgabe abschätzen. Wie lange brauchst Du beispielsweise für die Formulierung eines individuellen Anschreibens? Je öfter Du eine Aufgabe erledigt hast, desto präziser kannst Du die Bearbeitungsdauer abschätzen. Notiere Dir am besten die Zeitangabe hinter jede Aufgabe in Klammern.

3. Pufferzeiten einplanen

Die Abarbeitung der Aufgaben dauert häufig länger, als zunächst gedacht. Plane Dir also bei jeder Aufgabe ausreichend Pufferzeit ein. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Du schickst Deinen Eltern das Anschreiben zur Korrektur. Nach 2 Tagen ist es komplett überarbeitet und erst dann kannst Du Deine Bewerbung versenden.
Auf unserem Schreibtisch lauern überall Dinge, die uns von der Erledigung unserer Aufgaben ablenken können. Du verfolgst einen Gruppen-Chat in Whatsapp oder ein Freund hat Dich auf einem Foto in Facebook markiert. Wenn Du eine Aufgabe nicht so abarbeitest, wie zunächst geplant, verschieben sich auch Deine anderen To-Do’s nach hinten. Schnell kann es passieren, dass Du Deinen Zeitplan nicht einhalten kannst und Deine Ziele nicht erreichst. Insbesondere bei der Berufswahl kannst Du so wichtige Deadlines verpassen. Beispielsweise bewirbst Du Dich zu spät um einen Studienplatz an einer Fachhochschule. Nach dem Ansatz der ALPEN-Methode solltest Du für jede Aufgabe 40% Pufferzeit einplanen.

4. Entscheidung über Prioritäten treffen

Wann erledigst Du welche Aufgabe? Welche Aufgabe ist die wichtigste? In diesem Schritt solltest Du die Aufgaben Deiner To-Do-Liste klar strukturieren. An dieser Stelle kannst Du auf die Eisenhower-Matrix zurückgreifen. Im Rahmen der Eisenhower-Matrix kategorisiert man die unterschiedlichen Aufgaben anhand ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit. A-Aufgaben sind beispielsweise sowohl wichtig, als auch dringend. Diese solltest Du immer zuerst erledigen.

5. Nachkontrolle

Beachte: Zeitmanagement ist in erster Linie Selbstmanagement. Du bist quasi Dein eigener Kontrolleur. Am Ende jedes Tages, jeder Woche oder jeden Monats solltest Du überprüfen, ob Du alles geschafft hast, was Du Dir vorgenommen hast.

Fazit zur ALPEN-Methode und ein Beispiel

Sei es bei der Strukturierung des Arbeitsalltages oder bei der Erstellung Deines Handlungsplans im Rahmen der Berufswahl, Du musst die ALPEN-Methode keineswegs 1 zu 1 für Dich übernehmen. Versuche vielmehr die wichtigsten Erkenntnisse für Dich zu nutzen und perfektioniere Dein Zeitmanagement. Mir hilft die ALPEN-Methode beispielsweise enorm bei meinem Studium. Wenn ich mich auf die Klausurphase im Studium vorbereite, nutze ich die Schritte der ALPEN-Methode, um mir meinen Lernplan zu erstellen. Zunächst liste ich alle Studieninhalte auf, die ich in den nächsten Wochen lernen muss. Parallel schätze ich natürlich die jeweilige Länge ab und bringe den Lernstoff auch anhand von Prioritäten in eine sinnvolle Reihenfolge. Bei der Vorbereitung auf die Klausuren plane ich ausreichend Pufferzeit ein. Ich fühle mich wohler, wenn ich vor einer Klausur noch 2-3 Tage Zeit habe, um alles in Ruhe durchzugehen. Während der gesamten Lernphase befinde ich mich in einem Kontrollprozess. Innerlich checke ich am Ende des Tages oder am Ende einer Woche, ob ich zeitlich noch in meinem Lernplan liege. An dem Tag meiner Prüfung muss ich schließlich alle Studieninhalte in meinem Kopf haben.

Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

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