E-Book: Schritt für Schritt die Ausbildungs- und Studienwahl meistern


Mein Auslandssemester in Spanien

„Das Auslandssemester war mit Sicherheit eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens“

Solltest Du während Deinem Studium die Chance nutzen für ein paar Monate ins Ausland zu gehen? Wie spannend ein Auslandssemester in Spanien sein kann, erfährst Du in diesem Interview mit Christian.

Hallo Chris, du hast ein Auslandssemester in Spanien gemacht. Erzähl uns doch mal, wie ist es dazu gekommen?

Ich habe an der accadis bewusst einen internationalen Studiengang gewählt, bei dem unter anderem das Auslandssemester fest integrierter Bestandteil war. Zwar war ich vorher schon für einen einmonatigen Sprachaufenthalt in Alicante, dennoch wollte ich aber selbstverständlich noch einmal gründlicher Auslandserfahrung sammeln. Ich bin der Meinung, dass die Zeit im Ausland nicht nur auf dem Lebenslauf super aussieht und die Sprachkenntnisse verbessert, sondern vor allem auch viele großartige Erfahrungen ermöglicht und die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln. Zudem lernt man natürlich die unterschiedlichsten Personen aus allen möglichen Ländern kennen, schafft sich ein internationales Netzwerk und verbessert seine interkulturelle Kompetenz. Mit einem Urlaub ist dies keineswegs zu vergleichen, da man den Lebensalltag viel authentischer kennenlernt und selbst teilnimmt.

Wie viele Monate ging dein Auslandsaufenthalt?

Mein Auslandsaufenthalt hat sechs Monate gedauert und war letzter Studieninhalt vor dem Pflichtpraktikum und der abschließenden Bachelor Arbeit.

Wo hast Du gewohnt?

Gelebt habe ich in einer WG in Sevilla mit drei weiteren Deutschen. Geplant war eigentlich, dass wir zu zweit auf Wohnungssuche gehen und in eine WG mit anderen Auslandsstudenten aus anderen Ländern ziehen. Uns hat sich schließlich noch eine weitere Studentin aus Bad Homburg angeschlossen, so dass wir lediglich einen weiteren Studenten dazu bekamen, der ebenfalls aus Deutschland kam. Da wir uns auf Anhieb super verstanden haben, hat alles super geklappt und eine neue Freundschaft war schnell geschlossen – die bis heute anhält! Für die Wohnungssuche haben wir übrigens von der Universität verschiedene Links bekommen, über die wir uns informieren konnten. Gebucht haben wir letztendlich über eine Agentur. Das hat alles super geklappt!

Wie lief dein Auslandssemester an der Hochschule in Spanien ab?

Die Kurse waren für die meisten von uns auf Englisch. Wir hatten die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, auf welcher Sprache wir Kurse belegen wollten – zumindest diejenigen, die von unserer Spanischdozentin in Deutschland die notwendige „Zusage“ bekamen. Da ich allerdings erst in der Hochschule mit Spanisch begonnen habe und die Noten aus dem Auslandsstudium auf mein deutsches Zeugnis übertragen wurden, habe ich mich dazu entschieden, die Kurse auf Englisch zu belegen. Zusätzlich gab es natürlich einen fortlaufenden Spanischkurs und die Möglichkeit, sich in spanischen Kursen in den Raum zu setzen. Das Niveau ist mit Sicherheit stark individuell je nach Universität und vor allem spielt auch die Vorlesungssprache eine wichtige Rolle… mir kam das Niveau definitiv niedriger vor, auch sprachen viele von uns besser Englisch als die Dozenten in Spanien. Das war mit Sicherheit nicht förderlich. Da der Studiengang Sportmanagement nicht an unserer Partneruni angeboten wurde, habe ich doch General Management Kurse belegt. Die Vorlesungen selbst und vor allem das Verhältnis von Dozenten und Studenten ist definitiv einen Tick lockerer als in Deutschland.

Konntest Du Deine Fremdsprachenkenntnisse in den 6 Monaten signifikant verbessern?

Auch wenn ich keine spanischen Vorlesungen besucht habe, hat der Aufenthalt meine Spanischkenntnisse erheblich verbessert. Da viele Leute in Spanien kein Englisch sprechen, muss man sich im Alltag ständig auf Spanisch verständigen… bevor man zum Friseur geht, sollte man sich beispielsweise noch einmal mit dem nötigen Vokabular vertraut machen, sonst kann das schonmal nach hinten losgehen ;). Da ich viel Kontakt zu anderen Erasmus Studenten hatte und die Vorlesungen auf Englisch waren, haben sich gleichzeitig natürlich die Englischkenntnisse verbessert. Der Fremdsprachengebrauch war einfach Alltag, das hilft immer enorm (learning by doing) und ist noch einmal eine ganz andere Erfahrung als die englischen Vorlesungen oder Sprachkurse in Deutschland.

War es beim Spanisch lernen hinderlich, dass Du mit deutschen in einer WG gewohnt hast?

Mit Sicherheit hätte ich noch viel mehr Spanisch sprechen können, wenn ich mit Spaniern in einer WG gewohnt hätte oder halt mit anderen Auslandsstudenten, auch wenn die Sprachwahl dann wahrscheinlich auf Englisch gefallen wäre. Das stimmt und wäre mit Sicherheit eine große Hilfe beim Erlernen der Sprache gewesen. Die Möglichkeit, mein Spanisch (oder Englisch) jeden Tag anzuwenden, hatte ich natürlich trotzdem.

Hast Du noch Kontakt zu Deinen spanischen Freunden?

Kontakte bestehen natürlich nach wie vor, auch sind gute Freundschaften entstanden, die mit Sicherheit noch lange andauern werden. Dabei geht es aber nicht nur um spanische Kontakte, man lernt natürlich auch viele andere Auslandsstudenten aus den verschiedensten Ländern und von den verschiedensten Kontinenten kennen, gerade wenn man sich ein wenig an Erasmus Programme anschließt und mit Leuten von anderen Unis in Kontakt kommt. Wir selbst gehörten nicht zum Erasmus Austauschprogramm, konnten allerdings alle Veranstaltungen und Reisen besuchen und das waren einige! Es besteht sogar noch Kontakt zu einem unserer Dozenten – selten, aber er besteht! 😀 Mit neuen Freundschaften entstehen natürlich genauso neue Übernachtungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt! 😉

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Da gibt es viele! In den sechs Monaten ist viel passiert und ich habe viele tolle Erinnerungen behalten, die ich nie wieder vergessen werde. Ich habe viele schöne Orte gesehen, Gastfreundschaft erlebt und sehr viele tolle Persönlichkeiten kennengelernt. Mit Sicherheit immer in Erinnerung bleiben mir die Spiele in der Fankurve des FC Sevilla – die Stimmung ist wirklich einzigartig und da wir in nicht einmal 100 m Luftlinie zum Stadion wohnten, waren wir akkustisch immer bestens über das Spielgeschehen informiert , die vielen Erasmus Veranstaltungen, neue Freundschaften aus aller Welt und ein Road Trip von Sevilla nach Barcelona, den wir nach Abschluss unseres Auslandsstudiums unternommen haben. Zudem hat Sevilla unwahrscheinlich viel zu bieten, eine wunderschöne Stadt! Niemals vergessen werde ich auch die Temperaturanzeige an der Apotheke in unserer Straße, die regelmäßig über 40°C anzeigte – ganze 45°C in der Woche vor Weihnachten.

Noch auf der Suche nach der passenden Ausbildung oder dem passenden Studium? Dann lade Dir jetzt unbedingt unser kostenfreies E-Book herunter, wie Du Schritt für Schritt Deine Ausbildungs- und Studienwahl meistern kannst.

Gibt es auch irgendwas, das schief gelaufen ist?

Na ja, irgendwas läuft immer schief. Im Nachhinein können wir aber über alles lachen und irgendwie würde ohne diese Dinge ja auch was fehlen. So ging unser Hinflug bspw. 3 Stunden zu spät, wir verpassten unseren Zug in Malaga (der letzte für den Tag), mussten ein Auto buchen und als wir in Sevilla angekommen sind, war unsere Mitbewohnerin bereits eingeschlafen und wir verbrachten unsere erste Nacht im Mietwagen vor der Haustür. Am nächsten Morgen wurden wir dann von den Schulkindern der benachbarten Schule geweckt und unser bisher unbekannter neuer Mitbewohner lief uns zufällig wenig später über den Weg – unsere bekannte Mitbewohner war schließlich noch immer am Schlafen. Besonders aus unserer WG- Zeit gibt es einige witzige Geschichten. Wie gesagt, irgendwas läuft immer schief. Wäre ja auch langweilig sonst!

Würdest Du ein Auslandssemester in Spanien anderen Studenten empfehlen?

Auf jeden Fall! Das Auslandssemester war mit Sicherheit eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens und würde es definitiv jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat! Die Gründe habe ich ja im Prinzip bereits mehrfach genannt. Natürlich verbessert man auch seine Sprache und hat einen netten Eintrag im Lebenslauf. Als am wertvollsten empfinde ich persönlich allerdings all die tollen Momente, neue Freundschaften aus aller Welt, die authentische Teilnahme am Lebensstil in einem anderen Land und natürlich die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln. Ich könnte mit Sicherheit noch viel mehr Gründe aufzählen.

Gibt es etwas, das Du im Nachhinein anders machen würdest?

Schwere Frage. Es gibt immer Sachen, die man besser oder anders machen kann. Ein Punkt wäre vielleicht, dass man in der WG mit fremden Auslandsstudenten oder Spaniern wohnen sollte. Das gibt einem mit Sicherheit einen noch authentischeren Eindruck vom Lebensstil und man kann seine Sprache noch mehr verbessern. Andererseits haben auch meine Mitbewohner einen riesigen Anteil daran, dass es eine so schöne Zeit war. Ich bin mit einem guten Freund angereist und habe einen weiteren bereits am ersten Tag kennengelernt, was will ich mehr? Mit anderen Leuten kommt man ja dennoch in Kontakt. Ein ganz einfaches Beispiel wäre da ein Abend, an dem wir mit 9 Personen zum Feiern sind – 9 Personen aus 9 verschiedenen Ländern. Vielleicht hätte ich versuchen sollen, einen Kurs auf Spanisch zu belegen. Aber ich bereue eigentlich nichts und bin mit den Dingen so zufrieden, wie sie gelaufen sind.

Tags: Auslandssemester, Auslandsaufenthalt, Auslandsstudium

Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments

Leave a Reply: