Checkliste: Die 31 wichtigsten Fragen Deiner Berufswahl


Übung: Eine simple aber effektive Berufswahlhilfe

Wenn wir als Schüler oder Student ins Berufsleben starten, haben wir in der Regel noch keine konkrete Vorstellung davon, was uns im Berufsleben wirklich wichtig ist.
Das liegt unter anderem daran, dass wir noch keine oder sehr wenige eigene Berufserfahrungen gesammelt haben.
Es fällt uns schwer, unterschiedliche Ausbildungs- und Studienalternativen zu bewerten und unsere berufliche Laufbahn selbstbewusst zu gestalten.

In diesem Artikel werde ich Dir deshalb eine simple aber effektive Berufswahlhilfe vorstellen.

Wenn Du an dieser Stelle noch nicht genau weißt, wie Du grundsätzlich an das Thema Berufswahl herangehen sollst, empfehle ich Dir, unser kostenfreies E-Book „Schritt für Schritt die Berufs-, Ausbildungs- und Studienwahl meistern“ herunterzuladen.

Auch wenn Du noch keine wirklichen Erfahrungen im Berufsleben gesammelt hast, so gibt es eine kleine Übung, aus der Du Kriterien für Deinen Wunschberuf ableiten kannst.
Genauer gesagt gibt es sogar 2 Übungen!

Übung 1: Reflektiere Deine bisherigen „Berufserfahrungen“

Mit Sicherheit hast Du bereits ein Praktikum, einen Nebenjob oder auch einen Freundschaftsdienst für Nachbarn, Freunde, Verwandte erbracht! Hast Du Zeitungen ausgetragen? Eine Party organisiert? Eine Jugendmannschaft trainiert? Ein Fahrrad repariert? Den Rasen des Nachbarn gemäht? Für andere gekocht? Ja, auch die Hausarbeit oder das Aufräumen des Dachbodens kann Dir jetzt weiterhelfen. 🙂

Dir fällt bestimmt etwas ein, oder?!

Super! Dann hast Du bereits erste wertvolle Berufs- bzw. Arbeitserfahrungen sammeln können. Wenn Du beispielsweise Deinem Freund bei der Reparatur des Fahrrads oder Mofas geholfen hast, kannst Du dies als Berufswahlhilfe nutzen. Nein, hier geht es nicht darum zu prüfen, ob Du Mechaniker werden sollst oder Fahrradverkäufer. Du wirst staunen, welche Rückschlüsse sich aus Deinem Verhalten und Empfinden ziehen lassen, wenn Du es erst einmal „von außen“ betrachtest. Vielleicht stellst Du fest, dass Du sehr geduldig bist, sehr genau nach Anleitung oder eher kreativ arbeitest. Es könnte auch sein, dass Du Dich daran erinnerst, ob Du Dich in der helfenden Rolle wohl gefühlt hast oder doch lieber derjenige gewesen wärst, der die Fäden in der Hand hielt und das „Kommando“ hatte.

Lass uns mit der Übung starten: Schnapp Dir ein paar weiße Blätter Papier und überlege zunächst, welche „Berufserfahrungen“ Du bereits gesammelt hast.

  • Wo hast Du ein Praktikum absolviert?
  • Welche Art Nebenjob hast Du bereits ausgeübt?
  • Wobei hast Du Deinen Eltern oder Freunden geholfen?

Überlege Dir im nächsten Schritt, welche Tätigkeiten Du dabei absolviert hast.
Schreibe Dir für jede „Berufs-“ bzw. Arbeitserfahrung alle damit einhergehenden Tätigkeiten auf.

Hast Du auf dem Dachboden Ordner Deiner Eltern archiviert? Hast Du während Deines Schulpraktikums erste Erfahrungen mit Kundenkontakten gesammelt? Hast Du als Klassen- oder Schülersprecher Aufgaben übernommen? Im Sportverein geholfen?

Wenn Du alle Tätigkeiten aufgelistet hast, kommen wir zum nächsten Schritt, dem wichtigsten. Überlege nun, was diese Tätigkeiten von Dir abverlangt haben (Geduld, Genauigkeit, Kreativität, Arbeiten draußen bei Wind und Wetter usw.) So findest Du auch heraus, was Dir alles an diesen Tätigkeiten gefallen hat und was nicht.
Mache Dir am besten eine Art Pro- und Contra-Liste. Jede Erkenntnis kannst Du später für Deine Berufswahl nutzen. Überlege Dir an dieser Stelle, was Du daraus über Dich selbst und Deinen Wunschberuf lernen kannst.

Übung 2: Nutze die Berufserfahrung Deiner Eltern, Freunde oder Verwandten als Berufswahlhilfe

Auch die Arbeitserfahrungen Deiner Eltern, Freunde oder Verwandten können Dir als Berufswahlhilfe dienen.

Nimm Dir jeweils 30 Minuten Zeit, setze Dich mit Ihnen zusammen und interviewe Sie zu Ihrem Beruf!

Auch hier kannst Du ähnlich vorgehen.

Stelle zunächst grundlegende Fragen, um herauszufinden wie Ihre Berufsbezeichnung lautet, was Sie beispielsweise studiert haben und was Sie in Ihrem Beruf für Tätigkeiten ausüben.

  • „Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?“
  • „Wie sehen deine Arbeitsinhalte aus?“
  • „Was würdest Du sagen, welche Eigenschaften zur Ausübung Deines Berufes hilfreich sind und welche nicht?“
  • „Wie würdest du dein Arbeitsumfeld beschreiben?“

In einem nächsten Step kannst Du nun Deine Eltern, Freunde und Verwandten nach ihren persönlichen Erfahrungen befragen. Finde heraus, was ihnen an ihrer Arbeit am meisten Spaß macht oder sie in den Wahnsinn treibt. Auch hier bietet sich wieder eine Pro- und Contra-Tabelle an.

Aus der Pro- und Contra-Liste der Befragten kannst Du nun eine eigene Pro- und Contra-Liste ableiten.

Könntest Du Dir vorstellen im selben Beruf zu arbeiten, dieselben Tätigkeiten auszuüben oder im selben Umfeld zu arbeiten, wie Deine Eltern?

Beantworte diese Frage nicht einfach mit JA oder NEIN. Differenziere, was genau Dir gefallen würde, was nicht.
Gegebenenfalls musst Du Dich nochmals über unterschiedliche Aspekte genauer informieren.

Ganz wichtig: Beachte, dass die Meinung Deiner Freunde, Eltern oder Verwandten immer subjektiv ist!
Vielleicht würdest Du eine Erfahrung, die einer Deiner Freunde im Beruf gemacht hat, komplett anders bewerten, wenn Du in seiner/ihrer Situation wärst?

Um Dir ein Beispiel zu nennen:
Dein Freund ist im Vertrieb tätig. 2-3 Tage die Woche fährt er durch die Gegend und besucht potenzielle Kunden. Nach 2 Jahren Berufserfahrung im Vertrieb hat er nun festgestellt, dass das viele Reisen und die unregelmäßigen Arbeitszeiten ihm überhaupt nicht passen. Er rät Dir in eurem Interview von einem Job als Vertriebler ab!

Aber vielleicht ist der Beruf des Vertrieblers dennoch genau das Richtige für Dich?

Andersherum ist es auch hilfreich, wenn Du merkst, welche Aspekte Dich an einem bestimmten Beruf stören würden, oder?!

An dieser Stelle kannst Du Dir auch unsere Übung „Horror-Job“ anschauen. In dem dazugehörigen Video zeige ich Dir, wie Du diese Erkenntnisse optimal für Dich nutzen kannst. Wenn Du beispielsweise weißt, was Dich an einem bestimmten Beruf stört, kannst Du davon auch ableiten, was Dir im Berufsleben wichtig ist.

Wie Du die Erkenntnisse aus diesen zwei Übungen noch besser für Deine Berufswahl nutzen kannst, zeige ich Dir außerdem in unserem kostenfreien E-Mail-Coaching. 1x pro Woche erhältst Du eine E-Mail-Lektion bzw. Video-Lektion, mit der Du Deine Ausbildungs- und Studienwahl schnell und einfach meistern kannst.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann hinterlasse uns doch einfach einen Kommentar!

P.s. es gibt sogar noch eine 3. Übung, die Du durchführen kannst.
Analysiere einfach noch weitere Berufe, die Du schon kennengelernt hast. Beispielsweise den Beruf eines Lehrers. Den kennst Du doch schon besonders gut! 😉

Tags: Berufswahltest, Berufserfahrung, Arbeitserfahrung, Berufswahlhilfe

Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

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