Checkliste: Die 31 wichtigsten Fragen Deiner Berufswahl


Psychologie studieren an der Uni Köln – Meine Erfahrungen

Viele Abiturienten interessieren sich für den Studiengang Psychologie. Christina absolvierte den Bachelor in Psychologie an der Universität zu Köln und ist direkt im Anschluss in Ihr Masterstudium gestartet.
Mit uns hat Sie über ihre bisherigen Studienerfahrungen gesprochen.

Studiendauer: 6 Semester im Bachelor/ 4 Semester im Master
Wo: Universität zu Köln

Hallo Christina, wieso hast Du Dich für den Studiengang Psychologie entschieden?

Hallo Matthias. Der Mensch fasziniert mich. Genau zu verstehen, wieso, weshalb der Mensch genau so denkt, handelt, fühlt, was Menschen in Gruppen machen, wieso Menschen an psychischen Störungen erkranken. Wie man Menschen helfen, Störungen heilen, Leistung optimieren, Prozesse im Beruf effizienter gestalten kann. Ich möchte mit Menschen arbeiten, besitze Neugierde an deren Lebensgeschichten und Zielen und möchte mit ihnen gemeinsam nach Lösungen, Visionen, Zielen suchen.

Wie sehen die Studieninhalte an der Universität zu Köln aus? Gibt es unterschiedliche Schwerpunkte?

Meine Schwerpunkte im Master sind Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie und Neuropsychologie.
Generell erhält man viele Einblicke in die Grundlagen empirischer Forschung, worauf das ganze Wissen der Psychologie basiert. Psychologie ist eine Wissenschaft und beruft sich nur auf den Erkenntnissen aus der Forschung kombiniert mit (z. B. therapeutischer Arbeit). Bedeutet: vor allem zu Beginn des Studiums viele Basics zu Statistik, Forschungsmethoden, Versuchsplanung von Experimenten. Zusätzlich erhält man Grundlagen in Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Emotionen, Motivation, soziale Prozesse/Interaktionen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen, Entwicklung von Menschen (Baby bis Erwachsenenalter). Zum Ende hin werden im Bachelor diese Erkenntnisse für die Anwendung genutzt im Pädagogischen, Klinischen, Medien- und Organisations- Bereich.
Im Master wird noch mehr vertieft und z. B. im Klinischen Bereich stärker der Fokus auf die Anwendung gelegt (z. B. Gesprächsführung mit Patienten). Oder in der Diagnostik (wie erhebe ich richtig objektive, reliable und valide Informationen, welche Instrumente sind wofür wissenschaftlich belegt?).

Was gefällt Dir an Deinem Psychologie Studium am besten?

Man lernt nie aus. Der Mensch ist so wahnsinnig komplex. Selbst am Ende des Studiums habe ich das Gefühl, den Menschen noch nicht ganz verstanden zu haben.
Die vielen AHA-Erlebnisse. Die Faszination über den Menschen.
Besonders gut haben mir die Anwendungsfächer gefallen (Pädagogische, Klinische), die Praktika. Manche Dozenten. Selbsterfahrungen.
Ich bin stolz auf die erlernte kritische Reflexion von Informationen, die naturwissenschaftliche Arbeitsweise, die verstärkte Empathie.

Gibt es auch Dinge, die Dir an Deinem Studium nicht so gut gefallen haben?

Das Psychologie Studium beinhaltet sehr viel Statistik. Im Nachhinein bin ich dankbar, da ich es heute als sinnvoll empfinde. Viel Auswendiglernen und aufgrund der Menge nachher wieder einiges vergessen – leider.

Was würdest Du sagen, für wen wäre ein Psychologie-Studium geeignet? Welche Interessen oder Voraussetzungen sollte ein Schüler mitbringen?

Viel Eigenständigkeit und Selbstdisziplin. Interesse am Menschen, an Statistik. Frustrationstoleranz und Emotionsregulation, da man im Bachelor aufgrund der Noten (Masterplätze sind sehr begrenzt, dadurch sehr begehrt und mit einem sehr guten Abschluss besetzt, Köln: 1,2 im Master) viel Druck verspürt und das Interessante erst am Ende des Studiums erfolgt. Spaß am Auswendiglernen, an Gruppenarbeit. Kritische Selbstreflexion. Gute Englischkenntnisse, da die meisten Erkenntnisse auf englischen Studien beruhen, die für Seminare vorbereitet werden müssen.
Auf jeden Fall gute Abi-Noten in Deutschland (Köln war der NC 1,0-1,2 für den Bacheloreinstieg).

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Christina, bitte vervollständige diesen Satz: Ich würde mein Studium an der Uni Köln weiterempfehlen, weil…
… ich die Inhalte einfach spannend finde und liebe. Man ist allerdings gefühlt nie fertig.

Wie wird es nach Deinem Master in Psychologie bei Dir beruflich weitergehen?

Ich strebe berufliche Weiterqualifikationen und Ausbildungen als/zur geprüften Mediatorin an. Zudem möchte ich als Sportpsychologin und Psychologische Psychotherapeutin tätig sein.

Welche Berufsmöglichkeiten stehen Dir denn grundsätzlich mit Deinem Studium offen?

Das Berufsfeld ist sehr breit gefächert:
Personalabteilung, Coach, Beratung, Mediation, Psychologische Psychotherapie (für Erwachsene oder Kinder), Rechtspsychologie, Sportpsychologie, Verkehrspsychologie, Konsumentenpsychologie, Forschung, Lehre, … die Liste geht noch viel weiter.

Hast Du abschließend noch Tipps oder Anmerkungen für Studieninteressierte?

Das Studium ist sehr hart. Die Ausbildungen danach sehr teuer. Und mit dem Bachelor alleine wird es schwierig. D.h. man sollte auf jeden Fall den Master machen, die Plätze dafür sind allerdings hart umkämpft. Also muss man leider von Beginn an auf gute Noten achten.
Für mich hat sich der Aufwand aber gelohnt, weil ich meine Profession liebe und mir nichts anderes vorstellen könnte!

Vielen Dank für das spannende und ausführliche Interview, Christina

Matthias
 

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