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Tabellarischer Lebenslauf: Auf diese Dinge solltest Du bei der Erstellung achten

Aufbau tabellarischer Lebenslauf

Welches Dokument ist Deiner Meinung nach das mit Abstand wichtigste der gesamten Bewerbung? Genau, der Lebenslauf. Denn hier erfährt der Personalchef im Handumdrehen alles Wissenswerte über Dich und Deine bisherige Karriere. Allerdings gibt es bei der Erstellung der Vita so einiges zu beachten, wie zum Beispiel das richtige Format, den korrekten Aufbau und natürlich auch die passenden Inhalte. Aber wie sieht ein perfekter Lebenslauf denn eigentlich genau aus? Auf welche Dinge solltest Du dabei achten? Und warum ist der tabellarische Lebenslauf um Längen besser als der ausführliche? Um all diese Fragen zu beantworten, gehen wir in dem nun folgenden Artikel etwas genauer auf das Thema ein und zeigen Dir, wie du einen professionellen und erfolgversprechenden Lebenslauf erstellen kannst. 

Vorab sei gesagt, dass sich der tabellarische Lebenslauf schon vor einiger Zeit gegen die ausführliche Variante durchgesetzt hat und seitdem als Standard gilt. Das liegt zum einen daran, dass die tabellarische Vita deutlich übersichtlicher ist, was dem Personaler das Lesen vereinfacht. Zum anderen lässt sich die tabellarische Version um einiges schneller erstellen, da Du sämtliche Inhalte nicht umständlich ausformulieren musst. Dementsprechend gehen wir im Folgenden auch nur auf den tabellarischen Lebenslauf ein und zeigen Dir, wie Du den Recruiter am besten und einfachsten davon überzeugen kannst, dass Du der oder die Richtige für den Job bist. 

Aufbau und Inhalte: Die wichtigsten Bausteine für den perfekten Lebenslauf 

Damit Dein tabellarischer Lebenslauf auch zu einem vollen Erfolg wird, musst Du vor allem darauf achten, dass Du deinen bisherigen Werdegang vollständig und im Optimalfall auch optisch ansprechend darlegst. Neben den verschiedenen Inhalten, die wir im Folgenden etwas genauer unter die Lupe nehmen, solltest Du außerdem darauf achten, dass keine zeitlichen Lücken auftreten. Falls Du jedoch längere Zeit nach einem Job suchen musstest oder Dir eine kreative Pause gegönnt hast, solltest Du diese Lücken plausibel erklären können – natürlich ohne dabei auf Unwahrheiten zurückzugreifen. Nun aber genug der Vorrede: Wie ist der perfekte tabellarische Lebenslauf aufgebaut und welche Inhalte dürfen dabei auf keinen Fall fehlen?

Persönliche (Kontakt-)Daten: 
Diese Informationen über Dich solltest Du ganz oben in dem Lebenslauf aufführen, damit der Personalchef direkt sieht, mit wem er es eigentlich zu tun hat. Neben Deinem Namen, der aktuellen Adresse und Deiner Telefon- beziehungsweise Handynummer, solltest Du hier zudem auch Dein Geburtsdatum und Deine Staatsangehörigkeit erwähnen. Weitere Informationen, wie zum Beispiel die Religionszugehörigkeit oder den derzeitigen Familienstatus, brauchst du übrigens mittlerweile nicht mehr angeben, da hier das Recht auf den Schutz der eigenen Privatsphäre gilt. 

Ausbildung, Studium und Qualifikationen:
Als nächstes solltest Du auf Deine Schul- und Ausbildung eingehen. Welchen Schulabschluss hast Du geschafft? In welchem Zeitraum hast Du Deine Ausbildung beziehungsweise Dein Studium absolviert – und welchen Abschluss hast Du dabei erreicht? Was waren Deine Studien- oder Ausbildungsschwerpunkte? Wichtig: Wie auch bei allen anderen Inhalten des tabellarischen Lebenslaufes, empfiehlt es sich, alle Informationen antichronologisch aufzuführen. Das bedeutet, dass du die aktuellste Position stets ganz oben auflistest, damit der Personalentscheider auf den ersten Blick sehen kann, was der derzeitige Stand ist.

Berufliche Erfahrung und Praktika:
Hier solltest Du alle Deine bislang gesammelten Berufserfahrungen aufführen. Dazu gehören zum einen alle Festanstellungen und zum anderen sämtliche Praktika und Werksstudententätigkeiten, die Du in Deiner bisherigen Karriere absolviert hast. Je nach Branche und Unternehmen, bei dem Du dich bewirbst, und je nachdem wie viel Erfahrung Du bereits gesammelt hast, kannst Du außerdem auch Nebenjobs angeben. Dabei solltest Du darauf achten, dass Du die Zeiträume auf den Monat genau angibst, damit der Recruiter sehen kann, dass es auch keine zeitlichen Lücken gibt. 

Fachkenntnisse, Kompetenzen und Weiterbildungen:
Im nächsten Schritt geht es ans Eingemachte. Welche Sprachen sprichst Du – und wie gut beherrschst Du sie? Hast Du bereits Auslandserfahrungen sammeln können? Besitzt Du spezielle Fachkenntnisse, die im Optimalfall auch zu dem gewünschten Job passen? Wie gut kennst Du dich mit den in der Stellenausschreibung aufgeführten Anforderungen aus (zum Beispiel die Beherrschung eines bestimmten Computerprogramms)? Hast Du in der Vergangenheit die eine oder andere Fort- respektive Weiterbildung absolviert – und falls ja, in welchen Bereichen? 

Persönliche Interessen, weitere Kenntnisse und Hobbys:
Zum Abschluss solltest Du noch kurz auf Deine persönlichen Interessen und Hobbys eingehen. Hierzu sei gesagt, dass es die meisten Personaler nicht so gerne sehen, wenn der potentielle Bewerber beispielsweise Extremsportarten nachgeht oder sonstigen eher ungewöhnlichen Interessen frönt. Besser wäre es hingegen, wenn Deine Hobbies zumindest im Ansatz zu dem Job passen würden, zum Beispiel wenn Du Dich als Grafikdesigner bewirbst und in dem tabellarischen Lebenslauf angibst, dass Du auch privat viel und gerne mit Grafikprogrammen arbeitest. Übrigens: Falls Du ein Ehrenamt ausführst oder Dich anderweitig außerberuflich engagierst, solltest Du das definitiv ebenfalls aufführen, da ein solches Engagement immer gern gesehen wird.  

Abschließende Tipps und Hinweise

Zum Abschluss möchten wir Dir noch den einen oder anderen Ratschlag mit auf den Weg geben. Wie weiter oben bereits erwähnt – und wie auch die Karriere-Experten des Online-Magazins Spiegel wissen – sollte man Lücken im Lebenslauf nach Möglichkeit verhindern. Falls das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, kannst Du die Lücken aber auch mit kreativen Umschreibungen erklären. Wenn du also beispielsweise einige Zeit arbeitslos warst, lässt sich dieser Umstand besser mit Phrasen wie „Berufliche Neuorientierung“, „Familiäre Aufgaben (zum Beispiel die Pflege eines Familienmitgliedes) oder „Kreative Auszeit“ erläutern. 

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, wenn Du sämtliche Deiner Angaben – wie beispielsweise den erfolgreichen Abschluss einer Aus- oder Fortbildung – mit einer Kopie des offiziellen Nachweises beweist. Und noch ein kleiner Tipp: Bevor Du Deine Bewerbung samt dem tabellarischen Lebenslauf rausschickst, solltest Du alles noch einmal in Ruhe von einem Freund oder einem Familienmitglied Korrektur lesen lassen. So verhinderst Du nämlich, dass sich ungewollte Rechtschreib- und Grammatikfehler einschleichen. 

Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

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Duvar Kaplama

Mir fällt es immer wieder sehr schwer wenn ich Lebenslauf und eine Bewerbung schreiben muss. Ich glaube das ist das schwierigste in meinem Leben. Aber danke für die wertvollen Tipps.

Lg Duvar

Reply
    Matthias

    Hi Duvar, was fällt Dir bei der Erstellung des Lebenslaufes oder des Anschreibens am schwersten? Vielleicht können wir Dir noch ein paar Tipps zum Aufbau geben, damit Dir die Themen leichter von der Hand gehen. 🙂
    Liebe Grüße, Matthias

    Reply

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