Was sind Bedürfnisse?

„Jeder Mensch ist ein Genie, aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, wie gut er einen Baum hochklettern kann, wird er vermutlich sein ganzes Leben lang denken, dass er dumm ist.“

– Albert Einstein

Dieses Zitat von Albert Einstein verdeutlicht wunderbar, wieso es so enorm wichtig ist, die eigene Persönlichkeit, also die eigenen Stärken, Interessen, Talente, Begabungen und Bedürfnisse zu kennen.

In diesem Kontext sprechen wir häufig von Bedürfnissen, Motiven oder Motivatoren. Diese kannst Du als Synonyme verstehen.

Was sind überhaupt Bedürfnisse bzw. Motive?

Deine Motive kannst Du verstehen als Deine inneren Beweggründe, Dein „Warum“.

Um Dir ein Beispiel zu nennen:
Warum möchtest Du ein Studium absolvieren? – Vielleicht, um Dir später einen guten Job und ein hohes Einkommen zu sichern, damit Du Dir einen gewissen Status im Leben erarbeiten kannst. Oder damit Du eine gewisse Anerkennung von Deinen Eltern, Freunden oder Nachbarn erfährst. D.h. Du kaufst Dir ein teures Auto vielleicht nicht, weil es so schnell fährt, sondern weil andere Menschen sehen, dass Du dieses Auto fährst.

Warum könntest Du noch studieren wollen?

Ein Studium verspricht Dir einen guten Job und damit finanzielle Sicherheit. Wenn Du danach strebst, befriedigst Du möglicherweise Dein Streben nach emotionaler Ruhe. Dieses  Bedürfnis kann für Dich persönlich ausschlaggebend dafür sein, dass Du studieren möchtest.

Bedürfnisse sind also innere Beweggründe, die unser Denken, Handeln und Fühlen beeinflussen – häufig ohne, dass sie uns bewusst sind.

An dieser Stelle möchte ich Dir auch den Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation erklären. Extrinsische Motivatoren sind externe Faktoren, die unser Denken und Handeln beeinflussen. Beispielsweise das Streben danach, eine Strafe zu vermeiden. Intrinsische Motivatoren basieren auf inneren Motiven bzw. Bedürfnissen. Du handelst quasi um Deiner selbst willen… damit Du Dich beispielsweise wohlfühlst und es Dir gut geht. Ein Maler malt meistens, weil ihn das Malen innerlich erfüllt. In diesem Fall ist er intrinsisch motiviert. Manche Kinder malen nur deshalb gern, weil sie wissen, dass sie dafür Anerkennung von den Eltern erhalten. Sie sind dann aber extrinsisch motiviert. Eine detailliertere Erklärung mit Beispielen findest Du hier.

Warum ist die Kenntnis der eigenen Bedürfnisse wichtig?

Die eigenen Bedürfnisse und Motivatoren sind ausschlaggeben dafür, ob wir uns später im Beruf wohlfühlen, ob uns ein Berufs Spaß macht oder nicht.
Generell gilt: Je besser Du Deine eigenen Bedürfnisse kennst, desto klarer wird Dir auch, welche Erwartungen Du wirklich an Deinen späteren Beruf stellst. Die hohe Arbeitsunzufriedenheit im Beruf basiert häufig darauf, dass die eigenen Bedürfnisse, die über einzelne berufsbezogene Tätigkeiten weit hinausgehen, nicht ausreichend im Berufsumfeld wiederzufinden sind.

Ein Beispiel:

Du beginnst zu studieren. Grundsätzlich bist Du ein sehr praxisorientierter Mensch. In Deinem Medizinstudium setzt Du Dich aber überwiegend mit sehr theoretischen Dingen auseinander.

D.h. es gibt hier eine Diskrepanz zwischen Deinem IST-Zustand (sehr viel intellektuelles Wissen) und Deinem WUNSCH-Zustand („Ich will anwendungsbezogenes Wissen“). Durch diese Diskrepanz kann Unzufriedenheit entstehen. Wenn man erkennt, worin das Problem liegt, kann man darauf reagieren. Häufig wissen wir aber gar nicht, warum wir uns unmotiviert fühlen, weil wir ja „im Grunde“ tun, was wir tun wollen.

Das gleiche im Berufsleben: Wenn Du am liebsten mit vielen Menschen im Team arbeiten möchtest, aber den ganzen Tag in einem Einzelbüro sitzt, bist Du bald unzufrieden (oder man findet Dich mehr in der Teeküche als am Arbeitsplatz vor).

Wenn Du Deine stärksten Motive im Berufsleben erreichst, dann hast Du einen Job gefunden, der Dir Spaß macht und perfekt Deinen Wünschen entspricht. Dadurch fällt es Dir natürlich leichter, eine höhere Arbeitsleistung zu erzielen und mehr Geld zu verdienen. Immer dann, wenn Du Dinge gerne tust, gehen Sie Dir auch leichter von der Hand und bist Du richtig gut darin.

Natürlich wird es Dir nicht immer gelingen, alle Bedürfnisse in Deinem Berufsumfeld zu vereinen. Je mehr Du aber bei der Auswahl eines Jobs darauf achtest und je mehr Du Dir Deiner Motive bewusst bist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die stärksten Deiner Bedürfnisse im Alltag ausleben kannst und immer dann, wenn es nicht passt, einen geeigneten Ausgleich findest.

Wenn Du Dich intensiver mit Deinen Bedürfnisses und Motiven beschäftigen willst, schau Dir unbedingt das Reiss Profile, ein innovatives Werte- und Motivationsprofil, an. Das Reiss Profil hilft Dir dabei, Deine Bedürfnisse zu analysieren. Eine Alternative dazu stellt das LUXXProfile dar.

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Matthias
 

Wir wissen wie schwer es ist, die eigene Berufsorientierung zu meistern und sich im Bewerbungsprozess gegenüber anderen Bewerbern durchzusetzen. Aufgrund dessen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Dir Deinen Berufseinstieg und -umstieg so einfach wie möglich zu gestalten. In unserem Blog findest Du viele praxiserprobte Tipps für Deine Karriere!

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